BFLN-Hallenmasters nach tragischem Zwischenfall abgebrochen

Tragisches Ende bei der 11. Auflage des Hallenmasters der Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen (BFLN) im Soccer & Racket Park in Hannover/Wülfel. Das Turnier wurde abgebrochen, nachdem ein Spieler von Hannover 96 in der achtletzten von insgesamt 85 Begegnungen gegen die Lebenshilfe Celle einen Herzinfarkt erlitten hatte.

Er wurde vom ärztlichen Notdienst gut 40 Minuten lang auf dem Feld behandelt und anschließend in ein hannoversches Krankenhaus transportiert. Sowohl für Maurizio Valgolio, Fußballkoordinator des Behinderten Sportverbandes Niedersachsen (BSN), als auch für Egon Trepke, Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), stand außer Frage, angesichts des schockierenden Ereignisses das Turnier sofort abzubrechen. Diese Entscheidung wurde auch von allen 24 an der Veranstaltung beteiligten Mannschaften geteilt.

Lebenshilfe Seelze wünscht gute Besserung
"Es waren alle geschockt und hatten keine Lust mehr auf Fußball. Deshalb war die Entscheidung absolut richtig, das Turnier abzubrechen", sagte René Borcherding, der die Mannschaft der Lebenshilfe Seelze trainiert. "Wir wünschen dem Spieler gute Besserung und hoffen, dass er schnell wieder auf die Beine kommt", erklärte Borcherding.

Ergebnisse werden zur Nebensache
Seit 2008 richten NFV und BSN das Turnier gemeinsam aus, 24 Teams sorgten bei der 11. Auflage für einen neuen Teilnehmerrekord. Unter ihnen war mit VV Rigtersbleek aus den Niederlanden auch eine internationale Gastmannschaft. Doch das alles und auch die Tatsache, dass die Hannoverschen Werkstätten als vierfacher ehemaliger Titelträger (2012 bis 2015) sowie die Lebenshilfe Seelze als Sieger von 2016 bereits als Finalisten festgestanden hatten, war für alle Beteiligten am Ende nur noch Nebensache. Ihre Gedanken und guten Wünsche begleiteten den Hannoveraner Spieler.