Ehrenamtlich auf Einkaufstour

Normalerweise unterstützt Jörg Beuke die Fußballer des TSV Havelse in der Regionalliga mit dem Fanclub „Havelser Jungs“ von der Tribüne aus oder ehrenamtlich bei Reparaturarbeiten auf der Sportanlage. Doch auch für den Gruppenleiter im Lager der Lebenshilfe Seelze und seine Mitstreiter veränderte sich das Leben Mitte März durch die Corona-Krise schlagartig. Der Spielbetrieb wurde unterbrochen, die Spiele ihrer Lieblingsmannschaft fielen aus. Also entschlossen sich die Anhänger, anderweitig zu helfen – mit einem kostenlosen Einkaufsservice für Menschen in Garbsen und der näheren Umgebung, die zur Risikogruppe gehörten und das Haus nicht verlassen sollten.

Jörg Beuke und Daniela Hettig haben mit dem Fanclub „Havelser Jungs“ einen Einkaufsservice angeboten. Quelle: Gerko Naumann/Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nachfrage stieg im Laufe der Zeit
Zehn bis 15 Fans, darunter auch Daniela Hettig (Foto, links), beteiligten sich an der Aktion, die sehr gut angenommen wurde. „Die Nachfrage wurde im Laufe der Zeit immer mehr. Im Schnitt hatten wir sicher um die zehn Personen, die unseren Service genutzt haben“, berichtet Beuke. Telefonisch informierten die Interessierten den Fanclub, was sie benötigten, dann wurde der Einkauf erledigt, die Waren beim Auftraggeber vor der Tür abgeliefert und die ausgelegten Kosten zurückerstattet. „Das hat alles immer sehr gut funktioniert“, sagt Beuke.

Verein stellt die Fahrzeuge
Erledigt wurden die Einkaufstouren mit Kleinbussen des TSV Havelse. Da die Aktion auch beim Verein so gut ankam, stellte er die Fahrzeuge gerne zur Verfügung. „Nachdem die Maßnahmen wieder gelockert wurden, ist die Nachfrage auch zurückgegangen. Aber es ist ja auch verständlich, dass die Leute nach so langer Zeit zuhause wieder selbst raus kommen wollen“, sagt Beuke. „Es ist ein tolles Gefühl gewesen, anderen in so einer Situation zu helfen. Gerade den Älteren. Es kostet nicht viel und es ist kein großer Aufwand, das zu leisten“, sagt Beuke. „Außerdem benötigen wir vielleicht irgendwann auch Unterstützung und wünschen uns dann, dass sie uns angeboten wird.“

Foto: Gerko Naumann/Hannoversche Allgemeine Zeitung

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