Werkstatt: In vier Stufen zurück in den Alltag

Das Betretungsverbot für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen wurde vom Land Niedersachsen aufgehoben. Wir nehmen die Arbeit und die Betreuung in unseren Werkstätten aber weiterhin Schritt für Schritt auf und haben dafür einen 4-Stufen-Plan entwickelt. In der vierten Stufe haben bisher etwa 300 Beschäftigte den Weg zurück an ihren Arbeitsplatz gefunden.

Auch Personen, die in einer besonderen Wohnform leben, können wieder arbeiten. Gemeinsam mit den Hausleitungen sowie der Werkstattleitung haben wir einen Plan ausgearbeitet, wann welcher Bewohner wieder zur Arbeit gehen kann. Die Rückkehr erfolgt in die gewohnte Arbeitsgruppe. In den Werkstätten müssen natürlich die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Individueller Plan für jeden Bewohner

Die Planungen für die Rückkehr in die Werkstatt setzen wir mit Bedacht um und werden nichts überstürzen. Deshalb erarbeiten wir für jeden Bewohner einen individuellen Plan, wie die Rückkehr an den Arbeitsplatz möglich ist. “Wie bei den Stufen zuvor werden wir alle telefonisch informieren, die wieder in die Werkstatt zurückkehren können”, sagt Werkstattleiter Jens Künzler.

Hygiene- und Schutzkonzept hat sich bewährt

Die Vorbereitungen vor der Wiederaufnahme des Werkstattbetriebes mit der Erarbeitung eines Hygiene- und Schutzkonzepts hat sich ausgezahlt. Die meisten Arbeitsplätze sowie Speise- und Sanitärräume haben wir an die Hygiene- und Abstandsregeln angepasst. “Bisher ist alles sehr gut gelaufen und die Beschäftigten setzen alle Maßnahmen sehr gut um”, ist Jens Künzler zufrieden.

Stufe 1: Wiederaufnahme der Arbeit für Personen mit Behinderung, die ...

  • … selbständig zur Arbeit kommen können und nicht auf einen Fahrdienst angewiesen sind
  • … einen Mund-Nasenschutz tragen können
  • … Hygieneregeln verstehen und akzeptieren können
  • … zu keiner Risikogruppe gehören
  • … ohne engen Kontakt zum Gruppenleiter arbeiten können und
  • … nicht in einer besonderen Wohnform wohnen

Etwa 100 unserer 600 Beschäftigten erfüllen diese Kriterien und arbeiten seit dem 25. Mai wieder. Es war der erste Schritt in Richtung Normalität.

Stufe 2: Wiederaufnahme der Arbeit für Personen mit Behinderung, die ...

  • … mit dem Fahrdienst anreisen, während der Fahrt aber den Abstand einhalten sowie einen Mund- und Nasen Schutz tragen.
  • … einen Mund-Nasenschutz tragen können
  • … Hygieneregeln verstehen und akzeptieren können
  • … zu keiner Risikogruppe gehören
  • … ohne engen Kontakt zum Gruppenleiter arbeiten können
  • … keine immunreduzierenden Medikamente nehmen müssen und
  • … nicht in einer besonderen Wohnform wohnen

Etwa 180 unserer 600 Beschäftigten erfüllen diese Kriterien und arbeiten seit dem 15. Juni wieder.

Stufe 3: Wiederaufnahme der Arbeit für Personen mit Behinderung, die ...

  • … alle Verkehrsmittel nutzen können, während der Fahrt aber den Abstand einhalten sowie einen Mund- und Nasen Schutz tragen
  • … einen Mund-Nasenschutz tragen können
  • … Hygieneregeln verstehen und akzeptieren können
  • … zu keiner Risikogruppe gehören
  • … in engem Kontakt zum Gruppenleiter arbeiten können
  • … keine immunreduzierenden Medikamente nehmen müssen und
  • … nicht in einer besonderen Wohnform wohne

Etwa 250 unserer 600 Beschäftigten erfüllen diese Kriterien und arbeiten seit dem 29. Juni wieder.

Verordnung des Sozialministeriums vom 22. Mai 2020 (pdf, 902,86 kB)

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Presseinformation des Sozialministeriums (pdf, 202,12 kB)

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