Innovation

Ideen sammeln, Projekte initiieren, Fachkräfte aus den Einrichtungen vernetzen, bereichsübergreifende Projektgruppen bilden, kurzum: das Angebot der Lebenshilfe Seelze weiterentwickeln – darum kümmern sich Kathrin Schümann und Claudia Wille. Die langjährigen Lebenshilfe-Mitarbeiterinnen bilden den neu geschaffenen Bereich Innovationsmanagement.

Was macht eine Innovationsmanagerin bei einer sozialen Einrichtung wie der Lebenshilfe?

Wille: „Ganz allgemein kümmern wir uns darum, Ideen, Themen und Projekte aller Art zu bearbeiten, die dazu beitragen, das Angebot und die Leistungen der Lebenshilfe Seelze im Sinne der Betreuten und ihrer Angehörigen weiterzuentwickeln und zu verbessern.“

Warum ist das wichtig?

Schümann: „Die Lebenshilfe Seelze hat enorm viel Potenzial, qualifizierte Fachkräfte in allen Bereichen, so viel Erfahrung und Know-how. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben tolle Ideen – aber: leider zu wenig Zeit, zu wenig Ressourcen oder nicht genug Unterstützung, sie auch voranzubringen.“

Wille: „Viele Projekte laufen immer nebenbei. Das Tagesgeschäft hat immer Vorrang, das muss auch so sein, aber dadurch bleiben Ideen und Konzepte häufig in der „Schublade“, Projekte geraten ins Stocken, laufen ins Leere oder dauern länger als geplant. Unsere Aufgabe ist es, Ideen zu sammeln, zu bewerten und gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen umzusetzen. Unser gemeinsames Ziel ist, Neues zu entwickeln oder Bestehendes zu verbessern.“

Wie wollen und können Sie das ändern?

Wille: „Im Innovationsmanagement arbeiten wir bereichsübergreifend; wir sind nicht ins Tagesgeschäft eingebunden, das ist ein Vorteil.

Schümann: „In erster Linie wollen wir die Bereiche unterstützen. Je nach Projekt können wir eine andere Aufgaben übernehmen und uns auf unterschiedliche Art und Weise einbringen. Wir können Konzepte entwickeln, Ideen ausarbeiten, Projekte initiieren, organisatorisch begleiten und koordinieren, bereichsübergreifende Projektgruppen zusammenstellen oder den oder die Projektverantwortlichen beraten. Alles ist möglich.

Wie sieht Ihre Arbeit in der Praxis aus? Können Sie Beispiele nennen?

Schümann: „Bei uns gibt es Wohnstätten, Wohngruppen oder das Ambulant Betreute Wohnen – das ist das klassische Angebot für Menschen mit Behinderung. Aber die Menschen ändern sich, ihre Bedürfnisse, ihre Ansprüche ans Wohnen, an die Betreuung, ihre Vorstellungen von Eigenständigkeit und vieles mehr. Darauf müssen wir uns einstellen und neue Angebote entwickeln, die über das hinausgehen oder das kombinieren, was wir bereits haben.

Um neue Angebote entwickeln zu können, muss man die Perspektive wechseln. So haben wir in diesem Jahr beispielsweise zum ersten Mal einen Fachtag zum Thema Wohnen veranstaltet, an dem Fachkräfte und Menschen mit Behinderung teilgenommen haben. Bei der zweitägigen Veranstaltung ging es darum, was Menschen wichtig ist und wie sie gerne wohnen möchten. Daraus können wir wiederum neue Angebote entwickeln. Oder für unser Wohnprojekt in Luthe binden wir Luther Bürgerinnen und Bürger in die Konzept- und Planungsphase ein.“

Wille: „Es gibt viele Themen, die die Lebenshilfe beschäftigen: Ob neue Wohnformen, barrierefreie Kommunikation, Digitalisierung der Verwaltung oder Wege der Krisenintervention. Wichtig ist, dass wir Themen besetzen, die die Lebenshilfe als Ganzes weiterbringen und Projekte gemeinsam voranbringen und abschließen.“

Kontakt

Adresse
Lebenshilfe Seelze e.V.
Vor den Specken 3b
30926 Seelze

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    Lebenshilfe Seelze e.V.
    Innovationsmanagement
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