„Wie gelingt Inklusion?“ Dr. Hendrik Hoppenstedt zu Gast bei der Lebenshilfe in Wunstorf

Schule, Freizeit, Wohnen – wie gelingt Inklusion? Über diese Frage diskutierten Vertreter der Lebenshilfe Seelze mit Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU-Bundestagsabgeordneter) und Sebastian Lechner (Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion). Mitte September besuchten die beiden Politiker die Lebenshilfe Beratungsstelle in Wunstorf.

Seit fast 60 Jahren setzt sich der gemeinnützige Verein für Inklusion und Teilhabe ein. Neben der Beratungsstelle am Barnemarkt, bietet die Lebenshilfe in Wunstorf assistiertes Wohnen an, betreibt Wohneinrichtungen und eine Kooperative Kindertagesstätte. Zudem wird von Wunstorf aus die Schulbegleitung, die heilpädagogische Frühförderung und die Autismusambulanz für die Region koordiniert. „Inklusion wird hier auf verschiedenen Ebenen gelebt“, sagte Gudrun Rohe-Kettwich, Leiterin des Bereiches Ambulante Dienste

Ein Schwerpunkt des rund zweistündigen Politiker-Besuches war das Thema Inklusion an Schulen. Über das gemeinsame Lernen im Klassenverband hinaus, bedeute gelungene Inklusion das selbstverständliche Miteinander in den Pausen, bei Ausflügen und beim gemeinsamen Spielen in der Freizeit, sagte Gudrun Rohe-Kettwich. Davon sei man gesellschaftlich aber noch ein gutes Stück entfernt. Akzeptanz und Integration von Menschen mit Beeinträchtigung lasse sich nicht allein durch politische Vorgaben erreichen, sagte sie mit Blick auf die schrittweise Abschaffung der Förderschulen

Inklusion sei auch eine Frage der Haltung. Die Einstellung gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung werde früh geformt, in der Erziehung, in Kita und Schule, sagte Lebenshilfe Vorständin Cordula Wilberg.„Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse können Barrieren abbauen.“

Wohnprojekt in Luthe: Blaupause für inklusives Miteinander

Als Beispiel dafür, wie Inklusion auch in späteren Lebensphasen aussehen könne, stellte die Lebenshilfe ihr Wohnprojekt in Luthe vor. In der Ortsmitte entsteht zurzeit eine Wohnanlage für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die 21 Wohnungen, von denen einige auch auf dem freien Wohnungsmarkt angeboten werden, sollen Ende 2025 bezugsfertig sein. Darüber hinaus sind Therapie- und Gemeinschaftsräume sowie ein öffentlich zugänglicher Mehrzweckraum geplant.

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