Fachtag Rente: Gelassen in den Ruhestand – so gelingt der Übergang

Was möchte ich in der Rente machen? Welche Angebote gibt es in der Umgebung? Wie bleibe ich fit und aktiv? Auch Menschen mit Beeinträchtigung stehen vor diesen Fragen. Beim diesjährigen Fachtag „Rente – wie geht das?“ erarbeiteten 20 Teilnehmende ihren persönlichen „Fahrplan“ für den neuen Lebensabschnitt und redeten über Wünsche, Ziele und Unterstützungsmöglichkeiten.

Zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung, die Ende September im Torhaus Holtensen stattfand, gestalteten die Teilnehmenden ihren persönlichen „Lebensbaum“. Dabei hielten sie fest, wo sie im Leben stehen, was ihnen Freude bereitet und welche Menschen sie im Alltag begleiten. Auch ihre Wünsche spielten eine Rolle – vom gemeinsamen Kochen und Backen über geistige Fitness bis hin zu Reisen. „Das Thema Rente beschäftigt jeden einmal“, sagt Marina Pfehr, zweite Vorsitzende des Werkstattrates und Mitorganisatorin des Fachtages. „Es ist wichtig zu wissen, was nach der Werkstatt kommt. Man sollte sich rechtzeitig informieren und planen, damit man weiß, wie man die Tage sinnvoll gestalten kann.“

Eine weitere zentrale Frage: Welche Unterstützung gibt es in der Region? Dabei zeigte sich, dass längst nicht alle Angebote bekannt sind. Einrichtungen wie die Volkshochschule, das Mehrgenerationenhaus in Wunstorf und das Ecki in Seelze bieten vielfältige Angebote für ältere Menschen. „Vieles kannten wir bisher gar nicht“, stellte das Ehepaar Nicole und Christian Kruse fest, das bereits in Rente ist. Auch die Lebenshilfe Seelze bietet verschiedene Hilfen an, die den Übergang in den Ruhestand erleichtern: Assistenz beim Wohnen, Tagesgruppen in den Wohneinrichtungen oder Austauschtreffen für Rentnerinnen und Rentner.

Der zweite Tag drehte sich um Gesundheit und Wohlbefinden. Die Teilnehmenden probierten Bewegungsspiele aus, die sich zu Hause leicht umsetzen lassen – ein einfacher Weg, um im Alltag aktiv zu bleiben. Auch die Ernährung spielte eine wichtige Rolle: Anhand der Ernährungspyramide wurde gezeigt, welche Lebensmittel die Gesundheit positiv beeinflussen.

Organisiert wurde der Fachtag von einem inklusiven Planungsteam aus sechs Fachkräften und zwei Selbstvertreterinnen. „Jeder konnte für sich etwas mitnehmen“, zog Lebenshilfe-Mitarbeiterin Sonja Kastner ein positives Fazit. „Genau das ist unser Ziel – ein offenes, niedrigschwelliges Angebot, das Raum für Weiterentwicklung und Austausch schafft. Aber auch für uns sind die Fachtage hilfreich; wir lernen die Menschen noch besser kennen und bekommen Impulse für unsere Arbeit.“ Der nächste Fachtag im Herbst 2026 widmet sich auf Wunsch der Teilnehmenden des diesjährigen Fachtages dem Thema Handynutzung und Social Media.

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