Tagesbildungsstätten in Niedersachsen droht das Aus – Demo am 18.11. vor dem Landtag

Tagesbildungsstätten erfüllen einen schulischen Bildungsauftrag und fördern rund 3.000 Kinder und Jugendliche in Niedersachsen. Im Sinne des Schulgesetzes gelten sie aber nicht als Schulen. Eine alleinige Finanzierung über die Eingliederungshilfe, wie sie aktuell erfolgt, hat das Bundessozialgericht als rechtswidrig beurteilt. Aus dem Grund droht vielen Einrichtungen 2027 das Aus.

„Tagesbildungsstätten leisten jeden Tag wertvolle Arbeit“, betont Erwin Drefs, Landesvorsitzender der Lebenshilfe Niedersachsen. Auf seiner Mitgliederversammlung Anfang November forderte der Verband das Land dazu auf, Bildung und Teilhabe für alle Kinder und Jugendliche zu sichern und eine Lösung für die Weitentwicklung zu finden. Die Lebenshilfe Niedersachsen bietet ihr Wissen und ihre Kompetenz an, Tagesbildungsstätten weiterzuentwickeln und in ein inklusives Bildungssystem zu überführen. „Wir haben einen Vorschlag zur Transformation vorgelegt – und benötigen endlich gangbare Rahmenbedingungen“, sagte Drefs. Niedersachsens Landkreise und Städte kündigten an, die Finanzierung nicht fortzuführen, wenn keine gemeinsame und rechtssichere Lösung mit dem Land gefunden werde.

Unter dem Titel „Tagesbildungsstätten weiterentwickeln. Bildung stärken – Zukunft sichern. JETZT!“ ruft die Lebenshilfe Niedersachsen gemeinsam mit anderen Verbänden am 18. November 2025 um 11 Uhr zu einer Demonstration vor dem Niedersächsischen Landtag auf.

Weitere Informationen: www.lebenshilfe-niedersachsen.de

Die Lebenshilfe Niedersachsen fordert, Bildung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche zu sichern und Tagesförderstätten weiterzuentwickeln: Dr. Cornelia Kammann (stellv. Vorsitzende, v.li.), Marco Prietz (Präsident des Landkreistages Niedersachsen), Erwin Drefs (Landesvorsitzender), Gabriele Bökenkrö-ger (stellv. Vorsitzende), Christian Siemers (Schatzmeister) und Frank Steinsiek (Landesgeschäftsführer).

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