„Berufliche Teilhabe ist unser Kernauftrag“
Die Wege, wie Teilhabe aussehen kann, sind so vielfältig und individuell wie die Menschen selbst. „Wir bilden aus, qualifizieren, fördern, begleiten und betreuen den Übergang ins Arbeitsleben – und stehen sowohl unseren Mitarbeitenden als auch den Unternehmen zur Seite“, sagt Jörg-Olaf Haberland, Leiter Berufliche Integration bei der Lebenshilfe Seelze. Im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe werden Menschen mit Beeinträchtigung nach ihren Stärken und Fähigkeiten für unterschiedliche Tätigkeiten qualifiziert, anschließend können sie in den Werkstätten oder bei Partnerunternehmen der Lebenshilfe arbeiten – einigen gelingt auch der Sprung in den ersten Arbeitsmarkt. Das „Budget für Arbeit“ kann diesen Schritt erleichtern. Die Fördermaßnahme ist aber keine Garantie für eine dauerhafte Festanstellung. Zudem passt das Modell nicht für jeden Mitarbeitenden – und nicht für jedes Unternehmen.

Jörg-Olaf Haberland (re.) im Gespräch mit Hendrik Koerbs.
„Wir kennen die Menschen bei uns sehr genau, wissen, was sie können, was sie brauchen, was sie wollen – und loten alle Möglichkeiten der Beschäftigung aus. Es ist aber ein langer Weg. Selbst Werkstattmitarbeitende, die schon viele Jahre bei einem Partnerunternehmen arbeiten und voll integriert sind, scheuen sich mitunter davor, den letzten Schritt zu gehen. Einige kommen auch wieder zurück. Falls der Übergang nicht gelingen sollte, aus welchen Gründen auch immer, bietet die Lebenshilfe ein Sicherheitsnetz. Wir lassen niemanden allein“, betont Haberland. Ziel sei es, für jeden Menschen einen optimalen Weg in die Beschäftigung zu finden. Doch klar ist auch: Der erste Arbeitsmarkt ist nicht für jeden die erste Wahl. Berufliche Teilhabe ist und bleibt ein Marathonlauf.