Teilhabe ist Menschenrecht: Mehr als 180.000 Menschen unterzeichnen Petition

Nein zu Kürzungen bei der Eingliederungshilfe - mehr als 180.000 Menschen haben die Petition der Bundesvereinigung Lebenshilfe unterzeichnet.„Die Sparpläne sind ein Angriff auf die Grundwerte unseres Sozialstaats", betont die Bundesvorsitzende Ulla Schmidt. In Deutschland beziehen rund eine Million Menschen Eingliederungshilfe, zum Beispiel als Schulassistenz, Hilfe beim Wohnen, Unterstützung im Alltag oder bei der Arbeit.

Am 8. Juni gab es deshalb eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Eingeladen waren Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., und Ramona Günther, Selbstvertreterin mit Behinderung im Bundesvorstand der Lebenshilfe. Beide legten vor den Abgeordneten dar, warum die Sparpläne von Bund, Ländern und Kommunen eine massive Bedrohung für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sind.

In Deutschland beziehen rund eine Million Menschen Eingliederungshilfe. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 34 Jahren. Eingliederungshilfe hat viele Gesichter. Es gibt sie zum Beispiel als Schulassistenz, Hilfe beim Wohnen, Unterstützung im Alltag oder bei der Arbeit. „Die Sparpläne sind ein Angriff auf die Grundwerte unseres Sozialstaats – dagegen setzt sich die Lebenshilfe mit allen Mitteln zur Wehr“, betont die Bundesvorsitzende Ulla Schmidt mit Blick auf die Streichliste, die im Kanzleramt zusammengetragen wurde, und die Vorschläge aus der sogenannten Dialogarbeitsgruppe im Sozialministerium.

Solche Kürzungen können für Kinder mit Unterstützungsbedarf bedeuten, dass sie nicht oder weniger in die Schule gehen oder seltener an Freizeitangeboten teilnehmen dürfen. Und für viele Menschen mit Behinderung kann es zur Folge haben, dass sie in einem Pflegeheim leben müssen, obwohl sie mit Assistenz in einer eigenen Wohnung gut klarkommen. Ramona Günther sagt hierzu: „Das kann der Bundestag nicht wollen – und das darf er auf keinen Fall zulassen! Menschen ihre Unterstützung zu nehmen, verletzt die Menschenwürde.“

Weitere Informationen zu den Sparplänen unter www.lebenshilfe.de/teilhabe-ist-menschenrecht zu finden.

Quelle: Pressemeldung der Lebenshilfe Bundesvereinigung (Auszüge)

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