Ausbildung

„Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und habe mich sofort wohl gefühlt“

Die Lebenshilfe Seelze bildet auch aus. Nicht nur in sozialen Berufen (Heilerziehungspfleger/in oder Erzieher/in) könnt ihr bei uns ins Arbeitsleben starten. Auch in der Küche, in der Staudengärtnerei, in der Tischlerei und der Schlosserei (Industriemechaniker/in für Konstruktionstechnik) könnt ihr in Seelze professionelles Handwerk lernen. So wie Nino Besiahvili, die zurzeit in der Seelzer Großküche zur Köchin ausgebildet wird. Die 28-Jährige aus Georgien erzählt, was die Lebenshilfe Seelze im Vergleich zu anderen Betrieben so besonders macht und warum es sich für sie wie eine „Luxus-Ausbildung“ anfühlt.

„In Georgien habe ich Tourismusmanagement studiert. Danach bin ich als Au Pair nach Deutschland gekommen und war bei einer sehr netten Familie in Hannover. Bekannte aus Georgien erzählten mir von der Lebenshilfe Seelze und der Möglichkeit, hier ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen. Das hörte sich alles gut an. Ich habe mich beworben und nach dem Au Pair bei der Lebenshilfe angefangen, das war vor fast vier Jahren. Für die Küche habe ich mich bewusst entschieden, weil ich beruflich etwas Neues ausprobieren wollte. Und Kochen war immer schon mein Traum. Eine besonders schöne und neue Erfahrung war der intensive Kontakt zu Menschen mit Behinderung. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und habe mich sofort wohl gefühlt. Die Arbeit macht mir Spaß. Und wir sind wie eine große Familie. Deshalb war ich auch sehr traurig, als das FSJ endete. Ich dachte, das war es jetzt, und ich muss mich verabschieden.

„Ich kann hier vieles ausprobieren und üben“

Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich bleiben konnte und bei der Lebenshilfe meine Ausbildung machen darf. Anfangs war es für mich sehr schwer in der Berufsschule, weil mein Deutsch noch nicht so gut war. Ich dachte, ich schaffe es nicht und war manchmal kurz davor, aufzugeben. Aber Küchenchef Dirk Kahre und sein Team haben mir geholfen und mich unterstützt – das hat mich motiviert, weiterzumachen. Mittlerweile läuft es richtig gut. Ich bin jetzt im 2. Jahr. Die Zwischenprüfung habe ich ohne Probleme bestanden.

Meine Arbeitszeiten sind Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 16 Uhr, am Freitag von 7.30 Uhr bis 15 Uhr. Ab und zu arbeite ich auch am Wochenende. Normalerweise bereiten wir mit einem Team von 65 Mitarbeitern täglich rund 1.800 Mahlzeiten zu. Trotzdem bekomme ich immer die Zeit und die Möglichkeit für eigene praktische Übungen. Gerade stelle ich eine Brandmasse her, die wird für Windbeutel, Spritzkuchen oder Eclairs genutzt.

„Bei uns ist es auch mal stressig, aber alle gehen nett und freundlich miteinander um“

Die Chance, hier vieles ausprobieren und üben zu können, ist prima für mich. Nur wenige Betriebe ermöglichen das ihren Auszubildenden. Ich weiß, dass in anderen Küchen oft viel Hektik ist und ein lauter rauer Ton herrscht. Bei uns ist es auch mal stressig, aber alle gehen nett und freundlich miteinander um. Und die Kolleginnen und Kollegen nehmen sich immer Zeit für mich. Ich fühle mich manchmal wie eine Prinzessin, weil ich die einzige Auszubildende in der Küche bin und sich alle kümmern und mich motivieren – das ist eine echte Luxus-Ausbildung. Ich hoffe sehr, dass ich nach der Ausbildung bleiben darf, sonst wäre ich wirklich traurig.“

Die Großküche in Seelze

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Vor den Specken 3b
30926 Seelze