Mein FSJ: Emily

„Mein Name ist Emily, ich bin 21 Jahre alt. Bis zur 12. Klasse habe ich die IGS Lehrte besucht, doch dann hatte ich das Gefühl, dass das Abi nichts für mich ist. Stattdessen habe ich erst mal mehrere Monate Vollzeit gejobbt, unter anderem bei einem Paketdienst und in der Gastronomie.

Auf die Lebenshilfe Seelze bin ich über persönliche Kontakte aufmerksam geworden. Ich habe einfach angerufen und mich nach freien Plätzen für einen Freiwilligendienst erkundigt. Alle weiteren Informationen bekam ich in einem Bewerbungsgespräch; das lief angenehm locker ab und war sehr aufschlussreich.

Seit September 2019 bin ich bei der Lebenshilfe im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), das ich sogar noch um ein weiteres halbes Jahr verlängert habe. Diese Zeit wird mir auch als praktischer Teil anerkannt, also erwerbe ich damit die Hochschul-Zugangsvoraussetzung.

Ich bin im Gartenbereich tätig. Aber der Einsatzbereich ist aus meiner Sicht nicht das Wesentliche – im Vordergrund steht die Arbeit mit Menschen mit Behinderung.“

„Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist abwechslungsreich und lustig. Langweilig wird es nie. Hier ist Action, hier wird gescherzt und gelacht, alle haben Freude. Und es gibt auch nicht DEN Behinderten, diese Stereotype und Vorurteile sind Quatsch. Das sind Menschen mit unterschiedlichen Charakteren und Persönlichkeiten sowie unterschiedlichsten Formen von Beeinträchtigungen. Das macht die Arbeit interessant und vielfältig.“

„Das FSJ hat mich in meiner Entwicklung enorm weitergebracht. Mein Wunsch, später in einem sozialen Beruf tätig sein zu wollen, hat sich dadurch weiter verstärkt. Ich werde nach dem FSJ eine Ausbildung zur Krankenschwester machen und anschließend eventuell Kindheitspädagogik studieren.”

Der Freiwilligendienst bei der Lebenshilfe Seelze hat mir weit mehr gegeben als berufliche Orientierung.  Man bekommt eine andere Sicht auf die Dinge. Ich weiß vieles, was mir früher selbstverständlich erschien, nun viel mehr zu schätzen. Und ich bin jetzt ganz bewusst darauf bedacht, meine Zeit sinnvoll zu nutzen und für Dinge einzusetzen, die wirklich wichtig sind. Die Arbeit hier hat mich geerdet.“